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Thema: Farbwechsel: Vom Parr zum Smolt ✓

  1. #1

    Farbwechsel: Vom Parr zum Smolt ✓

    Das Bild vom Mefo-Besatz des KV im Sommer 2021 hat viele Angler irritiert. Denn die Fische sehen ja nicht nach Mefo aus, sondern nach Bachforelle. Richtig. Aber es sind Mefos. Das hat mich interessiert, da habe ich mal recherchiert:

    Aber: Die junge Mefo [Parr genannt] ist von jungen Bachforellen nicht wirklich zu unterscheiden. Sie ist fast genau wie die Bachforelle gefärbt, insbesondere haben sie rote Punkte. Diese dunkle Färbung ist sinnvoll, wenn sie in den heimischen Flüssen unterwegs ist. Denn im hellen Silberkleid wäre der Fisch gegen die dunklen Ufer gut zu erkennen. In der Bafo-Farbe aber sieht man ihn schlecht.

    Das gilt für die Zeit nach der Geburt.

    Die folgenden in etwa anderthalb Jahre verbringen die Meerforellen in vielen Fällen noch im Flusssystem, während nun der Prozess der sogenannten „Smoltifikation“ einsetzt. Unter diesem Prozess versteht man die äußerlich erkennbare Umstellung der Meerforelle für den bevorstehenden Weg in das Meer. Die Meerforelle wechselt ihr farbenfrohes Jugendkleid gegen das für den Meeresaufenthalt charakteristische silberfarbene Schuppenkleid aus.
    https://www.first-cast.de/Textdateie...vokabular.html




    Die Silberfärbung der Mefos im Salzwasser wird nicht durch die Ernährung bewirkt sondern durch einen physiologischen Prozess ausgelöst mittels bestimmter Schilddrüsenhormone. Die Verwandlung in die Silberlinge erfolgt dabei schon im Süßwasser, bevor die Fische ihre Wanderung beginnen.

    Das Versilbern ist ja auch sinnvoll. Gegen den hellen Himmel ist die silberne Mefo nicht gut zu sehen. Anders wäre es im Flusskleid der Bafo, das ist kontrastreich und im hellen Meer gut sichtbar.
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  2. #2

    AW: Farbwechsel: Vom Parr zum Smolt

    Genetisch ist Mefo und Bachforelle identisch. Ist also eine Art . Im Süsswasser beginnen Teile der Population mit der Smoltifikation (werden silber)und wandern dann ins Salzwasser. Hierbei uns meist im 1.oder2. Lebensjahr.Einige Exemplare bleiben aber ihr Leben lang im Süsswasser als uns bekannte Bachforellen. Sie paaren sich dann zum Teil auch wieder mit aufgestiegenen Meerforellen. Die Elterntiere der vom KV gesetzten Fische werden allerdings Forellen gewesen sein ,die als Meerforelle aufgestiegen sind, da in der Fischbrutanstalt Altmühlendorf (wo der Besatz wohl herkommt)nach meinem Kenntnissstand nur Meerforellen als Elterntiere genutzt werden da sie meist deutlich größer sind als die im Süsswasser verbliebenen Forellen und somit deutlich mehr Laich enthalten . Die vom KV in Lübeck gesetzten Fische werden aber wohl alle in die Ostsee wandern , da die Trave im Unterlauf keine geeigneten Lebensräume zum Verbleib als Bachforelle bietet.

  3. #3

    AW: Farbwechsel: Vom Parr zum Smolt

    Man lernt doch immer was dazu...............die Einen bleiben, die Anderen wandern.......ist schon intressant.
    Gedacht hätte ich aber auch, das sie einen eingenen Stammbaum hätten..........

    gruß degl

  4. #4

    AW: Farbwechsel: Vom Parr zum Smolt

    Zitat Zitat von degl Beitrag anzeigen
    Man lernt doch immer was dazu...............die Einen bleiben, die Anderen wandern.......ist schon intressant.
    Gedacht hätte ich aber auch, das sie einen eingenen Stammbaum hätten..........

    gruß degl
    Ja haben sie auch, den "mtDNA-Stammbaum" von S. trutta, der in danubischen und atlantischen Haplotyp aufgeteilt wird.

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