Fischiger Durchblick: Heringe besiedeln erst seit rund 10.000 Jahren die Ostsee – auch dank einer Mutation. Denn ein verändertes Sehpigment half den Fischen entscheidend dabei, in der neuen Umgebung zurechtzukommen, wie eine Studie nun enthüllt. Die Mutation in diesem Pigment ermöglichte es den Heringen, auch in dem brackigen, nährstoffreichen und dadurch rötlicheren Wasser der Ostsee den Durchblick zu behalten, wie die Forscher berichten.

Die in der Ostsee lebenden Heringe sind eigentlich Einwanderer. Denn sie stammen von Atlantischen Heringen ab, die erst im Laufe der letzten rund 10.000 Jahren die Ostsee kolonisiert haben. Beim Wechsel in diesen neuen Lebensraum mussten sich die Fische jedoch an einige Veränderungen anpassen. So ist die Ostsee deutlich flacher, wärmer und nährstoffreicher als der Nordatlantik. Zudem liegt der Salzgehalt des Ostseewassers um das bis zu Zehnfache niedriger als im Atlantik.
Interessant zu lesen:

https://www.scinexx.de/news/biowisse...tsee-anpasste/