Wakenitzangler schauen seit einiger Zeit verwundert auf große Mengen Seerosenwurzeln, die an der Oberfläche treiben.



Am Falkendamm in der geschützten Zone der Schilfbucht ist es massiv zu sehen.



In der Tat sind Seerosen schwimmend, sonst wären sie ja nicht an der Oberfläche. Auch die Wurzeln sind aufschwimmend, wenn sie ihren Halt verlieren, also entwurzelt werden. Das geschieht manchmal, wenn eine Mahd erfolgt, also ein Gewässer gemäht wird. Manchmal sind auch die Schwimmblätter in Größe und Menge so viele, dass sie die eigene Wurzel aus dem Boden ziehen (je schlammiger, desto schneller... denke ich).



Im Falle der Wakenitz vermute ich, dass die massive Verkrautung in 2018 einen erheblichen Druck auf die Seerosenwurzeln dadurch ausgelöst hat, dass sich Kraut an den Blättern und Stielen der Seerosen verhakt hat, aufgetrieben ist (also den Auftriebsdruck der eigenen Blätter erhöht hat) und zudem Strömung und Wind die an den Seerosenstengeln hängenden Krautmengen die Pflanze zur Seite gedrückt haben [bis die den Halt verloren hat].

Die Pflanzen sind nicht tot, sie treiben neu aus, aber sie schwimmen. Und schwimmende Seerosenwurzeln erscheinen mir irgendwie nicht sinnvoll. Ich fürchte, das die obenauf schwimmende Seerosenwurzel mit Nährstoffen unterversorgt ist.



Wasservögel (Gänse!) stehen auf junges Grün und gerade austreibende zarte Blätter.



Ich habe irgendwann einmal aufgeschnappt, dass dann, wenn man die Seerosenwurzeln bricht, die Einzelteile ihren Luftgehalt teilweise verlieren und auf den Boden sinken, wo sie sich verankern und sodann als zwei Pflanzen weiter leben. Aber ob das richtig ist? Der Gewässerwart des KV wird es hoffentlich wissen und etwas veranlassen, wenn das sinnvoll ist.