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Thema: Erweckt nie einen Anschein...

  1. #1

    Erweckt nie einen Anschein...

    Ein Bußgeld an den Fischereiverein in Höhe von 150 Euro und das Einbehalten des beschlagnahmten Angelgerätes solle dem Angler deutlich machen, dass er künftig auch den Anschein von Fischwilderei tunlichst vermeiden solle, so der Richter. Nach einer kurzen Beratung mit seinem Verteidiger Rechtsanwalt Dr. Wolf Herk ner stimmte der Angeklagte diesem Vorschlag zu. Staatsanwalt Dr. Oliver Mößner tat dies ebenfalls.
    https://www.ovb-online.de/rosenheim/...t-9723481.html

    Wenn ich durch das Tragen eines Kapuzenpullovers den Anschein erwecke, dass ich eine Bank überfalle, komme ich anscheinend in den Knast. Im ernst: Ich glaube dem Verfasser nicht, dass der Richter eine Anscheinsentscheidung getroffen bzw es so begründet hat. Das würde dem Schuldprinzip den Boden rasant entziehen.
    Wer nur eine kleine Pfanne hat, braucht keine großen Fische zu fangen!
    Petri wünscht Andreas

  2. #2

    AW: Erweckt nie einen Anschein...

    für mich steht da aussage gegen aussage ... niemand konnte dem bootsangler zweifellos nachweisen,das er tatsächlich in der vorbotszone geangelt hat,geschweige denn,das er tatsächlich mit der rute aktiv gefischt hat.

    komisches "urteil" ... kann ich nicht nachvollziehen.

  3. #3

    AW: Erweckt nie einen Anschein...

    Zitat Zitat von SimonHL Beitrag anzeigen
    komisches "urteil" ... kann ich nicht nachvollziehen.
    Auch in DE bist du nicht so lange unschuldig, bis deine Schuld bewiesen ist.
    Vielmehr bist du schuldig, wenn der Richter der Meinung ist, dass du es bist.
    Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Leider.
    Den einzigen Fehler den der Angler gemacht hat ist, dass er keinen Zeugen "gefunden" hat, der für ihn aussagt.

  4. #4

    AW: Erweckt nie einen Anschein...

    Zitat Zitat von Wolfgang Beitrag anzeigen
    Auch in DE bist du nicht so lange unschuldig, bis deine Schuld bewiesen ist.
    Vielmehr bist du schuldig, wenn der Richter der Meinung ist, dass du es bist.
    Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Leider.
    Den einzigen Fehler den der Angler gemacht hat ist, dass er keinen Zeugen "gefunden" hat, der für ihn aussagt.
    tja ... vor solchen richtern bist du leider nie sicher.was ich auch nicht verstehe,da dem angler das fehlverhalten nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnte,warum wurden die angelruten einbehalten? warum hat er sie nicht wiederbekommen?
    ok...die 150€ verstehe ich mal als schuß vorm bug ... aber die einbehaltung des angelgerätes ist überhaupt nicht nachvollziehbar.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Lemsahler
    Registriert seit
    24.04.2011
    Ort
    Lemsahl Mellingstedt - Hamburg

    AW: Erweckt nie einen Anschein...

    Moin!

    Mich wundert wenig...

    Seht doch mal hier...

    http://www.youtube.com/watch?v=qK3IchhDlZg

    Meine vermutete Wahrheit ist übrigens,das der Gurt die Last nicht gehalten hat.

    Alex

  6. #6

    AW: Erweckt nie einen Anschein...

    Mich wundert die Entscheidung nicht. Natürlich möchte ich dir, lieber Andreas , nicht auf juristischem Gebiet wiedersprechen, aber ich möchte euch gerne mitteilen was ich während meiner Ausbildung zum Postbeamten in der Berufsschule gelernt habe.
    Erstmal handelt es sich hier ja nicht einmal um eine Verurteilung, sondern um die Einstellung eines Verfahrens wegen geringer Schuld gegen eine geringfüge Geldbuße.
    Es ist zwar richtig das wir in Deutschland die Unschuldsvermutung haben, also das jemand solange als unschuldig gilt bis seine Schuld bewiesen ist.
    Es gibt aber auch Strafstatbestände wie " Vortäusschung einer Straftat " und Irreführung von Stafvervolgungsbehörden. "
    Der Zweite Tatbestand könnte hier vielleicht erfüllt sein, der erste wohl nicht. Wenn man nun bedenkt das es ja nicht einmal eine Verurteilung wegen " Irreführung " gegeben hat, sonder wie gesagt das Verfahren wegen " der geringe der Schuld " gegen eine kleine Geldbuße eingestellt wurde, finde ich den Richterspruch absolut verhältnimäßig.
    Auch wenn es den meißten Menschen nicht bewußt ist, aber wenn ein Mensch sich vorsätzlich oder grob fahrlässig so verhält das andere Menschen denken müssen das dieser Mensch eine Strafftat begangen hat, dann H A T dieser Mensch auch eine Strafbar begangen..natürlich nicht die " angenommende Straftat " sondern die " vorgetäuschte " oder eben " irreführung ".

    An dieser Stelle bitte keine subjektiv empfundene Gefühlsausdrücke von euch Leute...ernstgemeinte Stellungsnahmen von Leuten wie beispielweise Jay Jay oder von Andreas sind bei mir jederzeit gerne willkomen.

    gruß Axel

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